Die Geschichte des Dorfes Gielow

Gielow wurde erstmals am 5. August 1228 urkundlich erwähnt. In einer Urkunde bestätigte Herzog Wartislaw III. von Pommern eine Schenkung Gielows an das Kloster Dargun. Gielow (Chylowe, Chylow, Ghilow, Gelow) als auch das Dorf Benitz (Benz) waren urspünglich wendische Dörfer im Lande "Circipanien", was auf slawisch "zerez Panie", also jenseits der Peene, bedeutet.

Durch die Einführung der Gewerbefreiheit im Jahre 1866 entwickelt sich in Gielow, welches bis dahin weitgehend landwirtschaftlich geprägt war, das Handwerk. 1879 wurde die Bahnstrecke Waren–Malchin in Betrieb genommen. Diese verbesserte die wirtschaftliche Entwicklung Gielows zusätzlich. So wurde 1894 eine Molkerei und 1899 eine Milchzuckerfabrik im Ort errichtet. Dadurch kam es auch zu einem Anwachsen der Bevölkerung. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten bereits etwa 1.500 Menschen in Gielow.

1927 wurden in Gielow ein Turn- sowie ein Sportverein gegründet.

Während des Zweiten Weltkrieges mussten Zwangsarbeiter aus Polen im dortigen Kalkwerk arbeiten. Ein dabei ums Leben gekommener Pole sowie ein französischer Zwangsarbeiter wurden auf dem Friedhof der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde begraben – eine Erinnerung an sie fehlt.

In der DDR-Zeit kam es auch in Gielow zur Kollektivierung der Landwirtschaft. 1960 wurden die letzten Bauern der Gemeinde in die örtliche LPG eingegliedert. 1967 wurde ein Rinderkombinat in Gielow gegründet. Durch die Fusion der LPG in Gielow mit der Schwinkendorfs im Jahr 1974 sowie dem Entstehen der Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion (KAP) wurden die neuen Strukturen innerhalb der örtlichen Landwirtschaft weiter gefestigt.

1976 erhielt der zu DDR-Zeiten errichtete Kindergarten ein neues Gebäude. 1980 wurde die bereits 1884 gebaute Schule Gielows um eine Turnhalle und ein Heizhaus erweitert. Ein Jahr darauf folgte noch ein Schulanbau.

Nach der Wende in der DDR und durch die Wiedervereinigung kam es zu privatwirtschaftlichen Betriebsneugründungen in Gielow, insbesondere im Bereich der Holzverarbeitung, des Bauhandwerkes, der Landwirtschaft und des Handels. Die vernachlässigte Infrastruktur (Straßen, Kläranlage) wurde erneuert.

Durch den Zusammenschluss des Amtes Malchin-Land mit der Stadt Neukalen am 1. Juli 2002 gehört Gielow dieser neuen Gebietskörperschaft an, nachdem es bereits zuvor eine der Gemeinden des Amtes Malchin-Land war.

Quelle: wikipedia.org